2008-09-13

Tausendfüßler am Spieß oder doch lieber Schlange?

Wiedermal ist es nicht der Wecker, der mich frühmorgens aufwachen lässt, sondern dieser LKW Fahrer und sein bester Freund der Einweiser. Ich spring also auf, schließe alle Fenster, warte ab bis der LKW endlich scheinbar akzeptabel dasteht und versuch noch mal einzuschlafen. Mittag bin ich endgültig aufgestanden und hab mich mit Oli in der Mensa zum „Frühstück“ getroffen. Gleich danach hab ich meine Sachen gepackt und wir sind mit dem Bus Richtung Xizhimen gedüst. Dort habe ich endlich, nach langem hin und her meine Bus und U-Bahn Karte kaufen können. HURRA! Das heißt, dass ich jetzt nicht mehr für jede Fahrt ne Extra Karte kaufen muss, sondern dass ich meine eigene immer wieder mit Geld aufladen kann und sie beim Eingang und Ausgang der U-Bahn oder beim Einsteigen und Aussteigen beim Bus nur kurz über nen Sensor halten muss. Klappt wie am Schnürchen und ist schön einfach. Was ich auch noch richtig klasse finde ist, dass man mit der Karte einmal am Eingang zur U-Bahn bezahlt und dann solange fahren und umsteigen kann wie man will. Solange man zwischendurch nicht an die Oberfläche geht kann man um 20 Cent (mit der Karte sogar noch ein bisschen weniger) durch ganz Beijing fetzen. Die Züge selbst sind ganz neu und modern, nur ein bisschen voll halt, aber das erwartet man ja in dieser Stadt eh.
Von Xizhimen aus sind wir dann nach Wangfujin gefahren. Diesmal waren wir früh genug dran, um auch noch den Eckelmarkt zu bestaunen. Dort gibt’s Sachen sag ich euch. Tausendfüßler am Spieß, Seeigel, Seesterne, Seepferdchen, Tintenfisch, Käferchen, Skorpione, Maden, Schlangen, undefinierbare Fleischkeulen,…Also ich hab mich nicht getraut etwas davon zu kosten, aber wenn mich mal jemand besucht und so etwas probieren möchte, dann weiß ich jetzt immerhin wo das Zeug zu finden ist.
Nachdem wir nun auch das gesehen haben, suchten wir noch einen Buchladen, der angeblich in Dongdan sein sollte. Also fuhren wir nach Dongdan. Dort war es zwar auch recht schön und es gab luxuriöseste Shopping Malls, aber den Buchladen haben wir nicht gesehen. Nach kurzer Rücksprache von Oli mit seinem Freund, kam dann heraus, dass der Laden in Xidan und nicht in Dongdan ist (dong = Osten, xi = Westen). Wir sind also genau in die falsche Richtung gefahren. Also wieder rein in die U-Bahn, wieder unter dem Tiananmen durch, auf dem ich bis heute noch nicht gestanden habe und bei der Station Xidan raus. Aber die Fahrt nach Xidan hat sich noch gelohnt. Erstens haben wir unseren Buchladen gefunden, der dem Wangfujin Bookstore in nichts nachsteht (auch dort habe ich wieder ein Buch von Benjamin mitgenommen) und zweitens gibts auch dort jede Menge riesengroße Shopping Malls nebeneinander. Ob unterirdisch (gut in Beijing ist verdammt viel unterirdisch, Supermärkte und so), ebenerdig, oder erhöht, überall Einkaufszentren. Außerdem war es mittlerweile ja schon dunkel und die ganzen Lichter gingen an. Man das hat geglitzert und geblinkt. Ganze Häuserfassaden leuchten und blinken da in bunten Farben rum.
Wir haben auch noch Mondhäschen gesehen. Nächste Woche ist ja Mondfest in China, deshalb haben wir am Montag auch frei. Und zum Mondfest gehören nun mal Mondkuchen und der Mondhase. Na wie gesagt, es war schon spät und wir waren fix und fertig, also haben wir die nächste U-Bahn Station gesucht und uns auf den Heimweg gemacht. Mit der U-Bahn kommt man aber nur bis zum Xizhimen und da keine Busse mehr fuhren mussten wir ab da Heimlaufen. Keine Ahnung mehr wie lang wir unterwegs waren, aber es war noch total warm und Beijing bei Nacht sieht toll aus, also wars nicht so schlimm. Außerdem haben wir noch ne leere, beleuchtete Werbewand gefunden, mit der wir auch viel Spaß hatten.






















































1 Kommentar:

Elisa hat gesagt…

Liebe Leser dieses blogs!

Glaubt nicht immer alles, was die nette Teresa hier so reinschreibt. So chillig schiens nämlich nicht gewesen zu sein. Denn bei mir schimpft sie immer viel mehr als im blog. U-Bahn fahren scheint Stress pur zu sein und der Heimweg zu Fuß war wohl auch recht heftig. Ist also doch nicht alles eitel Sonnenschein hier im Reich der Mitte.