2008-10-24

Ich kann den Himmel sehen

So, wieder eine Uni Woche rum, jetzt gehts erstmal ab ins Wochenende, an dem wir diesmal aber wohl lernen müssen, weil wir Montag und Dienstag unsere Prüfungen haben.
Die letzte Woche war eigentlich fast ausnahmslos so richtig eklig versmogt, bis dann vorgestern abends Gott sei Dank ein bisschen Regen dafür gesorgt hat, dass wir gestern und heute wieder strahlenden Sonnenschein und klaren, blauen Himmel sehen können.
Mein neues Zimmer hab ich auch soweit eingeräumt und diesmal kann ich mir sogar vorstellen, hier drin zu bleiben. Die letzte Woche zumindest hab ich wirklich gut geschlafen und ich kann sogar mein Fenster aufmachen, ohne dass ich erst Ohropax reinstecken muss. War ja auch wieder richtig anstrengend und nervtötend dieses Zimmer hier zu bekommen, und als es dann endlich soweit war, ja das war fast so wie Weihnachten. Bin jetzt auch auf der Südseite des Gebäudes und hab viel mehr Sonne, die auch momentan hier reinstrahlt, was während des kalten Pekinger Winters sicher auch ne gute Sache ist. Na wenigstens hat sichs diesmal gelohnt und jetzt kann ich mich auch endlich ein bisschen einrichten, wollen ja demnächst mal zur Ikea düsen.
Ja was war so los diese Woche…Nach der Uni am Montag und der Kofferpackerei und Schlepperei vom 15. in den 4. Stock hatten wir noch Taiji. Der Unterricht fand diesmal in der erfrischenden, grau neblig versmogten Pekinger Luft statt. Schon langsam wird unsere Übung richtig lang und immer noch haben wir Probleme mit der Koordination unserer Hände und Füße, aber lustig ist es trotzdem. In 中国画 haben wir diesmal begonnen Lotusblüten zu Zeichnen und das sah gar nichtmal so schlecht aus. Man muss da eben drei Phasen im Pinsel zusammenkriegen (also ganz oben Wasser, in der Mitte Wasser-Tusche, und an der Spitze Tusche-pur), damit man dann am Papier praktisch in einem Strich verschiedene Grautöne zeichnen kann.
Ah, es gibt Futter, ab in die Mensa…
…so wieder da. Schon praktisch wenn die Mensa direkt vor dem Wohnheim ist, trotzdem ist es mittags trotz den vier Stockwerken immer wieder ein Kampf, um an Essen und vor allem an Stäbchen zu kommen, letztere sind wirklich Mangelware zur Mittagszeit.
Heute gabs Reis, Kartoffeln und was, das so ähnlich wie Naturschnitzel schmeckt, nur mit zehnmal so viel scharfem Pfeffer, Zwiebeln und bla (keuch).
Gestern waren wir mit unserer Klasse und unseren beiden Lehrerinnen - dreimal dürft ihr raten…genau! - Essen. Wie immer wenn wir außerhalb essen gehen wars superviel und superlecker. Oh, vor allem diese heißen Kartoffeln auf Zucker und unter Zuckerfäden, die man dann noch in Wasser tauchen muss, damit sich der Zucker auch schön über die ganze Kartoffel verteilt und karamellisiert (oder so…keine Ahnung, Hauptsache es schmeckt), man waren die lecker *schmatz*.
Nach dem Essen gingen wir noch in eine Karaoke Bar, verdammt wieso können die Asiaten alle singen, so macht das doch keinen Spaß.
Ja mehr war eigentlich gar nicht los diese Woche, langsam pendelt sich auch so ein bisschen ein Alltag ein. Nächstes Wochenende möchte ich gerne in einen der Parks gehen (vll. In den Jingshan Park bei der Verbotenen Stadt?), weil doch jetzt langsam die Zeit der roten Blätter beginnt und da muss man unbedingt in die Pekinger Parks (die in dieser Saison natürlich nicht schlecht besucht sind) heißt es.
So, jetzt werd ich mal ein bisschen lernen und hoff ich treffe Euch am Wochenende online…


Meine neue Aussicht. Leider keine Skyline mehr, dafür Grün und Vogelgezwitscher...















































Essen und Karaoke















2008-10-20

Adressänderung

So meine Lieben,
ein weiteres Mal hab ich mein Hab und Gut in alle verfügbaren Koffer und Taschen geschmissen und bin in ein anderes Zimmer gezogen. Ich wohne jetzt auf der Südseite, leider etwas tief im vierten Stock, aber ich hoffe dass die Beschallung hier nicht so wild ist wie auf der Nordseite. Ich muss zwar auf meine echt tolle Aussicht verzichten, hab jetzt vor meinem Fenster aber dafür einen Park und man glaubt es kaum, aber mir war als hätt ich heut schon Vöglein zwitschern gehört...das gabs natürlich im 15. Stock nicht. Die neue Zimmernummer ist die 419, ansonsten bleibt bei der Adresse alles gleich. Also einfach die 1500 durch die 419 ersetzen und schon seid ihr wieder auf dem aktuellen Stand.
So, ist schon spät heut. Bin ja grad erst mit Auspacken fertig geworden und muss noch Hausübung machen. Muss doch meinen Aufsatz nochmal ins Reine schreiben, weil ich den so toll gemacht hab, dass der morgen in unsrem Klassenzimmer aufgehängt wird. Hihihihi...schon lustig hier, wie in der Schule :-)

2008-10-17

Wir brauchen mehr Blümchen und Herzchen

Die ersten drei Tage dieser Woche waren wie immer für die Uni reserviert. Diese drei Tage laufen mittlerweile eigentlich immer gleich ab:
- Uni
- Mensaessen
- 休息(xiūxi: ausruhen, rasten)
- Uni (nur Mittwochs, wobei dann xiuxi machen wegfällt)
- jeweiliger Zusatzkurs
- Hausaufgaben und Lernen

Am Donnerstag bin ich mit Unterstützung vom Flo nach dem Unterricht noch mal ins 留学生办公室 (also ins Büro für ausländische Studenten) geflitzt, um auch dort mal zu fragen, ob es möglich ist ein anders Zimmer zu bekommen, nachdem ich heut wieder nur drei Stunden schlafen konnte, weil um 3 Uhr morgens der Baustellenbetrieb wieder losging. Nach ein bisschen Rumtelefoniererei wurde uns gesagt, dass es schon möglich sei. Die Leute an der Rezeption unseres Wohnheims wüssten Bescheid, wir sollen da mal hinschauen. Dort angekommen erklärte man uns aber, dass in dem gemeinten Zimmer noch jemand wohnt und ich erst am nächsten Tag umziehen könnte. Na so was hatten wir ja eigentlich erwartet, immerhin sind wir in China. Die Mühlen mahlen hier sehr langsam und steter Tropfen höhlt den Stein. Nach dieser Nachricht verkrochen wir uns erstmal in unsere Zimmer und es war ganz fett 休息 angesagt. Am Abend waren wir noch essen (ich glaub 7 Nationen oder so am Tisch) und danach fuhren wir ins Kino einen irgendwie dann doch typisch chinesischen Film anschauen. Liebe, Moral, Kungfu, Kitsch, Geister,…Aber mit chinesischen und englischen Untertiteln ist das echt super, wenns nicht so teuer wäre, dann wäre oft ins Kino gehen wirklich eine gute Gelegenheit zum Lernen.
Heute Morgen stand ich natürlich gleich wieder an der Rezeption und hab wegen dem Zimmer nachgefragt, wobei man mich aber nur wieder auf morgen vertröstet hat, weil anscheinend immer noch jemand drin wohnt. Na da bin ich ja mal gespannt, was morgen für ne Geschichte kommt. Hoffentlich lohnt sichs diesmal wenigstens und ich bekomm wirklich ein Zimmer auf der Südseite. Ich bin dann zwar weiter unten und werd auf meine tolle Aussicht verzichten müssen, aber Hauptsache es ist ruhig dort unten.
Am Freitag haben wir ja eigentlich frei, trotzdem war heute um 10.00 Treffpunkt mit den Leuten aus unserer Klasse vorm Unterrichtsgebäude. Vielleicht erinnert sich noch jemand, wir haben vor der Golden Week von der Uni aus einen Ausflug nach Chengde gemacht. Nun hat jede Klasse eines von den vielen leeren Plakaten, die im Unterrichtsgebäude hängen, bekommen und sollte dieses über den Ausflug gestalten. 8 Leute von unserer Klasse sind dann tatsächlich auch gekommen und so konnte die Bastelstunde beginnen. Wir suchten uns ein leeres Unterrichtszimmer und legten los. Nach einem langen, kreativen Schaffungsprozess war unser Plakat endlich fertig und wir stolz auf unser Kunstwerk. Geschwächt von diesen Strapazen gönnten wir uns dann erstmal ein paar Pizzas in einem Restaurant mit europäischem Essen, bevor wieder jeder seiner Wege ging.
So und jetzt werd ich mal noch ein paar Vokabel strebern, also bis bald.
Wünscht mir Glück mit meinem Zimmer - kann dann übrigens sein, dass ich mal nen Tag oder so kein Internet hab, weil ich ja nach dem Umzug erstmal dem Internetmenschen wieder irgendwie klarmachen muss, dass er mich schon wieder besuchen kommen darf…


eine weitere Schlacht erfolgreich geschlagen (obwohl ich vor diesen megascharfen Hühnchendingern echt kapitulieren musste)




Bastelstunde



2008-10-15

Vorher - Nachher

Nochmal aus meinem Fenster fotografiert. Man beachte die Berge im Hintergrund, die man nur sieht, wenn nicht grade diese Smogwolke über der Stadt hängt.

2008-10-13

*hust*

Ja es gibt wirklich viele schöne Tage mit superklarem Himmel in Beijing, aber manchmal setzt sich dann doch der Smog durch und das sieht dann in etwa so aus:






























2008-10-12

Und nun die Ereignisse der letzten Woche im Zeitraffer

Montag:
Uni – Taiji – Lernen


Dienstag:
Uni – Chinesische Malerei – Lernen

Mittwoch:
UNI

Donnerstag:
Shoppen in Wudaokou

Freitag:
- Vormittags noch mal Shoppen in Wudaokou (haben am Donnerstag nicht alle Stockwerke geschafft und fast nichts gekauft)
- Abends essen beim DAAD Stipendiatentreffen in nem Hotel, dessen Namen ich vergessen habe (in die DAAD Veranstaltung eingeschleust wurde ich übrigens von Lydia, danke dafür)

Samstag:
- Vorträge vom DAAD (auch von einem Journalisten, der in Peking arbeitet - cooler Job)
- Peking Rundfahrt (durfte beim Vogelnest wiedermal Fotomodell mit ein paar Chinesen stehen, das ist mir in Peking ja vorher noch nie passiert)
- Essen in der deutschen Botschaft (ja ich wurde jetzt schon zweimal reingeschmuggelt und habe mir den Bauch vollgeschlagen, hehe)

Pekings U-Bahn
























Olympiapark









Das Theater




Auf Reisen

Weil am 1. Oktober der Nationalfeiertag der VR China ist, hatten wir (gleichzeitig mit Millionen von Chinesen) eine ganze Woche frei. Diese Woche wollten wir nutzen, um ein bisschen rumzureisen. Nach langem hin und her entschieden wir (also erstmal nur Flo und ich, weil wir unsere Pässe schon wieder zurück hatten) uns am Sonntag die Flugtickets nach Taiyuan für Dienstag um ca. 37 Euro zu buchen. Der Rest unserer Gruppe buchte wegen Unklarheiten über den mysteriösen „gelben Zettel“ (der Zettel sollte den Pass ersetzen, aber niemand wusste so genau, ob man damit auch fliegen kann) noch später und musste somit ein wenig mehr für den Flug bezahlen. Eine Reise mit dem Zug ist während der Golden Week für Spätbuchende unmöglich, da natürlich alle Tickets restlos ausverkauft sind.
Am Dienstag packten wir also alle unseren Rucksack und machten uns am Nachmittag auf den Weg zum Flughafen, wobei wir auch gleich mal den Airport Express ausprobieren konnten, den man bequem mit der U-Bahn erreichen kann.
Geflogen sind wir mit China Eastern und waren nach einer Stunde Flug auch schon wieder am Boden. In Taiyuan angekommen quetschten wir uns dann zu fünft in ein viel zu teures Taxi, dass uns in ein 1½ Stunden zu unserem Reiseziel, nämlich Pingyao, brachte. Pingyao wurde 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Das Stadtbild ist noch aus der Ming (1368-1644) und Qing (1644-1911) Dynastie erhalten und bietet so einen Einblick in das Leben Chinas von vor hunderten von Jahren.
In Pingyao versuchten wir dann erstmal im Youth Hostel unterzukommen, aber wegen den vielen Touristen, die in dieser Woche unterwegs waren, hatten die nur noch ein Bett frei. In einem weiteren Youth Hostel auf der anderen Straßenseite konnten wir ebenfalls noch ein Bett ergattern. Leider reichten die zwei Betten nicht für fünf Leute aus. Gott sei Dank bot uns aber eines der Youth Hostels an, dass wir gratis in der Eingangshalle übernachten dürften.
Also schliefen der Flo und die Phan in den Betten und Lydia, Jonas und ich machten es uns auf den Bänken im Eingangsbereich so gemütlich wie möglich. Obwohl wir uns mit allem was wir im Rucksack dabei hatten zudeckten war diese Nacht soooooooowas von kalt. Am nächsten Morgen wurden genügend Betten im Hostel frei und wir konnten in ein warmes, kuscheliges Zimmer einziehen. Nachdem das alles geregelt war und wir uns frisch gemacht hatten gings dann auch raus auf die Straßen von Pingyao, davon hab ich ja genug Fotos gemacht. Auf dem Weg zum Nordtor, wo wir Eintrittskarten für sämtliche Sehenswürdigkeiten kaufen wollten, sprach uns eine Frau mit ein paar Kindern um sie rum an. Die Kinder hatten anscheinend die Hausaufgabe bekommen mit Ausländern englisch zu sprechen, die waren vielleicht süß und anfangs voll schüchtern. Aber nachdem sie Verstärkung bekommen haben uns sich um uns rum ne richtige Traube von ihnen gebildet hat, wollten sie dann alle unsere Autogramme und Fotos von und mit uns. Beim Verabschieden haben sie jedem von uns einen kleinen Schlüsselanhänger geschenkt, war voll lustig das Ganze. Am Nordtor bestaunten wir die riesigen Stadtmauern aus der Ming Zeit. Dort bekamen wir auch die Eintrittskarten, mit denen man alle Sehenswürdigkeiten in Pingyao anschauen konnte (und davon gibt’s verdammt viele), dank unseres Studentenausweises um 60 Yuan (ca. 6 €). Wir starteten also, bei brühender Hitze und einem bestimmt toxischem Staub-Smog-Luftgemisch, unser Sightseeing Programm und besichtigen Tempel und alte Gebäude, auch davon lade ich noch Fotos hoch. Auch abseits der Touristenstraßen spazierten wir rum, dort sieht die Gegend schon ganz anders aus – Armmut, Müll, Schutt, Staub…
Am Abend gehen in ganz Pingyao die Laternen an. Wenn man mal von den kitschigen Lichterketten absieht, die noch zusätzlich angebracht wurden, gibt das ein wirklich schönes Bild ab.
Geschlafen haben wir die zweite Nacht supergut, es war warm und die Betten richtig gemütlich.
Am nächsten Tag fuhren wir ein Stück in den Norden, um uns das Anwesen der Qiao Familie anzusehen. Dies war der Drehort für Zhang Yimous „Die rote Laterne“, ein Film den man eigentlich gesehen haben sollte. Erschienen 1991 wurde er in China wegen Anspielungen auf das Tiananmen Massaker verboten. Leider war das Anwesen recht überfüllt, wo kommen nur immer diese ganzen Chinesen her?
Am Heimweg machten wir noch einen Abstecher zum Zhengguo Tempel. Das war vielleicht ein Kontrastprogramm. Außer uns waren dort vielleicht noch 10 andere Touristen, was vielleicht auch an der Baustelle lag, die dort grade im Gange war.
Am Nachmittag und Abend schlenderten wir noch mal durch Pingyao und kosteten die Süßigkeiten durch.
Am Freitagmorgen trennte sich unsere Gruppe auf. Lydia, Flo und ich fuhren gleich früh mit dem Bus über Taiyuan nach Datong. Der Rest flog zurück nach Beijing. In Datong checkten wir im Hotel ein und nahmen uns gleich noch ein Taxi zu den Yungang Grotten. sind alte buddhistische Höhlentempel, die großteils zwischen 460-525 aus dem Sandstein geschlagen wurden und heute ebenfalls Weltkulturerbe ist. Die Höhlen, die die da ausgegraben haben sind echt gigantisch und die Buddhafiguren bis zu 17m hoch. Wirklich beeindruckend. Ebenfalls beeindruckend war dieser mysteriöse Baum, der eine Infusion bekam.
Am Samstag stand noch ein Kloster, das an einer Felswand in einem der fünf heiligen Gebirge hängt, und im 6. Jahrhundert gebaut wurde, auf dem Tagesplan. Dorthin kamen wir mit einem Taxi aus dessen Motorhaube andauernd Fliegen gekrochen kamen, wo überall Kabel rausschauten, beim Fahren immer irgendwas gegen die rechte Seite schlug und ohnehin mindestens die Hälfte der Bauteile nicht mehr vorhanden war.
Die Berge meisterten wir mit 20-30 km/h, wobei wir schon Angst hatten, dass uns auch noch das Benzin ausging, jedoch konnte uns in diesem Fall der Fahrer beruhigen, in dem er uns erklärte, dass lediglich die Anzeige nicht mehr funktioniert.
Jedenfalls sind wir heil am Kloster angekommen und suchten gleich noch ein paar Klamotten aus unsren Rucksäcken raus. Man hat dort der Wind geweht, da hats die Füße weggezogen.
Startklar stiegen wir dann die Stufen zum Kloster hinauf, nur damit Flo vor der Außenwand seine Jahreskontaktlinse verlieren konnte. Na super, da krochen wir also alle drei wie die Schildkröten am Boden rum und suchten jeden Millimeter nach dieser Kontaktlinse ab. Die Chinesen fanden das natürlich klasse und schauten uns genüsslich dabei zu, wie wir vor dem Kloster am Boden knieten und den Kopf ständig andächtig auf und ab bewegten. Sie machten Fotos, filmten uns, und hatten zuhause bestimmt wieder spannende Geschichten über die seltsamen Ausländer zu erzählen. Man muss dazu sagen, dass wir in der Gegend ohnehin immer die einzigen ausländischen Touristen waren. Schon bei den Yungang Höhlen wurden wir wieder von Chinesen gefragt, ob sie nicht Fotos mit uns machen dürften.
Na auf jedenfall wurde die Menschentraube um uns rum immer größer und irgendwann kam eine nette Frau auf die Idee uns zu fragen, was wir denn da machen. Das hatte zur Folge, dass auf einmal alle mitzusuchen begannen, was echt lustig aussah, wie keiner mehr das Kloster beachtete, sondern nur noch den Boden davor. Gefunden haben wir die Linse trotzdem nicht mehr. So jetzt zum Kloster selbst. Das Ding war früher für vielleicht fünf Menschen die dort lebten ausgelegt. Heute trampeln darauf ständig so ca. 200 Chinesen rum und die gesamte Konstruktion wackelt beängstigend. Die alten, schmalen Holzstützen sehen auch nicht unbedingt vertrauenswürdig aus, aber wenn man einmal auf dem schmalen Holzweg steht gibt es kein zurück mehr, weil an der Menschenschlange hinter einem kein Durchkommen ist. Das war jetzt für Lydia und mich nicht schlimm, für Flo mit seiner Höhenangst aber doch ein Problem. Insgesamt war alles auf diesem Kloster eng. Bei den Treppenaufgängen streiften wir mit unseren Bäuchen an den Stufen, weil wir sonst hinten an den Luken hängen geblieben wären. Aber es war lustig, die Aussicht war superschön, und dass diese Bauwerk da heute noch so an der Felswand hängt ist mir ein Rätsel.
Anschließend sind wir noch zu einem der ältesten Holzgebäude der Welt gefahren, einer alten Holzpagode. Leider hats da grade zu regnen begonnen und wir hatten auch nicht mehr allzu viel Zeit, weil wir noch einen Bus nach Peking erwischen wollten. Wir haben diese Besichtigung also im Schnelldurchlauf gemacht. Der Aufstieg in dieser Pagode war auch wieder ein Abenteuer. Bei nahezu völliger Dunkelheit diese alten, völlig ungleichmäßigen Stufen rauf und runter zu steigen.
Zurück in Taiyuan bekamen wir nach einer Stunde anstehen drei Bustickets und traten die Heimreise nach Peking an. Zurück in Peking atmeten wir erstmal alle tief durch, denn wir wissen jetzt die „tolle“ Pekinger Luft schon zu schätzen. Die ist im Gegensatz zu Datong ja echt superrein. Und auch der Verkehr ist hier eigentlich ziemlich geordnet im Gegensatz zum Chaos auf den Straßen um Pingyao, hehe. So, und jetzt noch die Fotos...

Fototermin





Pingyao


































































































Haus von Lei Lütai









Stadtgotttempel







Konfuziustempel, Theater




















































































Qiao Anwesen








































































Zhengguo Tempel


























Altes Verwaltungsgebäude


























































































Bus nach Datong



Yungang Höhlen







































































































































































































































































Hängendes Kloster





















































































































































































Holzpagode und Taxi