In China gibt es das Sprichwort „不到长城非好汉…“ (wer nicht auf der Großen Mauer war, ist kein ganzer Mann). Das kann man natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so sind wir am Samstag mit den Bussen unserer Uni in den Norden gefahren. Ab dem Zeitpunkt an dem wir aus den Bussen ausgestiegen sind, ging es nur noch bergauf *schnauf*. Erstmal muss man natürlich vorbei an den unzähligen Souvenirshops, bis man zu einem Tor kommt, hinter dem man nichts als Stufen erkennen kann. Und genau durch dieses Tor führte uns unser Weg. Ich weiß nicht wie viele Stufen es waren bis wir endlich auf der Großen Mauer standen, aber oben angekommen merkten wir, dass sich der Aufstieg doch gelohnt hat. Ja also was soll man zur Großen Mauer sagen? Sie ist lang – da triffts der chinesische Name der Mauer eigentlich ziemlich genau. Von dort oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Berge rund herum und in der Ferne sieht man überall auf den Bergkuppeln noch die Signaltürme. Die Leute haben sich recht gut verteilt und wir spazierten auf der Mauer von Turm zu Turm, machten jede Menge Fotos, bewunderten dieses gigantische Bauwerk und genossen die Aussicht. Für den Abstieg gab es zwei Möglichkeiten, entweder den traditionellen Weg über die Treppen oder eine Rodelbahn. Ein paar von unsren Leuten entschieden sich für die Rodelbahn, ich und Oli nahmen einen Ausgang an einem anderen Turm, als den von dem wir gekommen sind und das war eine gute Entscheidung. Beim Abstieg machten wir nämlich noch in Ruhe (also ohne andere Menschen in Sicht) Bekanntschaft mit der Flora dort oben. Wir sahen knallrote Bienen, ganz seltsame rote fliegende Viecher mit zwei wahnsinnig langen Beinen, große grüne Spinnen in riesigen Netzen,…und das Beste war die Geräuschkulisse. Man fühlte sich so ein bisschen wie im Jurassic Park. Da sind Insekten in den Bäumen, die voll laut Zirpen, also so richtig laut, dass man denkt, das können doch keine Tiere sein. Man hört die und denkt da sind Massen von denen, aber man sieht kein einziges davon – Unheimlich. Also der Abstieg war echt noch toll. Unten angekommen wurden wir wieder in unseren Bussen verstaut und nutzten die Heimfahrt zum schlafen.
Bei der Uni angekommen rasteten wir nicht etwa den Rest des Tages, nein Oli, Elisa und ich machten uns noch mal auf die Jagd nach dem Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Wir fuhren also mit dem Bus zum Tiergarten, stellten uns wiedermal bei einem Schalter an und warteten, nur um dann zu erfahren, dass wir irgendein Formular und einen Stempel von der Uni brauchen (verdammt wir haben doch unsre Studenten ID mit). Nach ein paar Anrufen und SMS waren wir langsam so ein bisschen genervt und gingen Essen bei KFC. Unverrichteter Dinge fuhren wir ins Studentenwohnheim und ich bin glaub ich nur noch ins Bett gefallen und hab noch nie so gut geschlafen.
Immerhin wissen wir nach diesem Aufstieg zur Mauer warum das oben begonnene Sprichwort so endet wie es endet „...到了长城是笨蛋“ (wer auf der Mauer war, ist ein dummes Ei).

Bei der Uni angekommen rasteten wir nicht etwa den Rest des Tages, nein Oli, Elisa und ich machten uns noch mal auf die Jagd nach dem Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Wir fuhren also mit dem Bus zum Tiergarten, stellten uns wiedermal bei einem Schalter an und warteten, nur um dann zu erfahren, dass wir irgendein Formular und einen Stempel von der Uni brauchen (verdammt wir haben doch unsre Studenten ID mit). Nach ein paar Anrufen und SMS waren wir langsam so ein bisschen genervt und gingen Essen bei KFC. Unverrichteter Dinge fuhren wir ins Studentenwohnheim und ich bin glaub ich nur noch ins Bett gefallen und hab noch nie so gut geschlafen.
Immerhin wissen wir nach diesem Aufstieg zur Mauer warum das oben begonnene Sprichwort so endet wie es endet „...到了长城是笨蛋“ (wer auf der Mauer war, ist ein dummes Ei).
1 Kommentar:
"到了长城是笨蛋" ist ja sooo gemein! *lol* Bin schon gespannt auf die Große (eig müsste es ja "lange" heißen) Mauer, wenn wir im Februar zu viert dorthin fahren. Diese Viecher muss ich sehen! Falls es dann nicht scheiß kalt ist und alle Tiere Winterschlaf halten.
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